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31. Mai 2021

Brand im Betrieb - Regelwerke für die Unterweisung von Mitarbeitern

Regeln für die Unterweisung im Brandfall

Sowohl in der privaten Umgebung als auch im Betrieb kann es zu einem Brand kommen. Das richtige Verhalten im Brandfall kann Leben retten. Nicht jeder weiß aber, wie man sich im Falle eines Brandes richtig verhält, obwohl viele Handlungen instinktiv richtig erfolgen. Im betrieblichen Umfeld ist es noch wichtiger, richtig zu reagieren. In vielen Unternehmen sind die Fluchtwege länger oder es wird mit leicht brennbaren Materialien gearbeitet. Eine regelmäßige Unterweisung aller Mitarbeiter ist daher zwingend notwendig. Die Inhalte einer Unterweisung helfen nicht nur bei Bränden im Betrieb, sondern sind auch im privaten Bereich anwendbar. Regelmäßig verinnerlicht und wiederholt können die Verhaltensregeln für den Brandfall das eigene Leben und das vieler anderer retten.

Auf Brandursachen aufmerksam machen

Auch wenn es sicherlich viele Brandursachen gibt gehört der unsachgemäße Umgang mit betrieblich genutzten Stoffen und Einrichtungen zu den besonders häufigen Gründen für einen Brand. Auch ein mangelndes Gefahrenbewusstsein beim Umfang mit gefährlichen Stoffen sowie eine fehlende Unterweisung führen oft zu einem Brand im Betrieb.

Mitarbeiter sollten angewiesen werden

  • Rauchverbote zu beachten
  • glühende Zigaretten, frische Asche und Tabakreste nicht achtlos wegzuwerfen
  • brennbare Behälter nicht als Aschenbecher zu verwenden
  • Aschenbecher nicht in Papierkörben zu entleeren

Aber auch beim Umgang mit Elektrogeräten kann viel falsch gemacht werden. Die Mitarbeiter sollten wissen, dass

  • eingeschaltete Elektrogeräte nicht unbeaufsichtigt gelassen werden dürfen
  • vor dem Verlassen des Raumes oder Arbeitsplatzes alle Elektrogeräte ausgeschaltet werden sollten
  • bei Arbeitsende alle Räume kontrolliert werden müssen
  • ausnahmslos geeignete und geprüfte Elektrogeräte bestimmungsgemäß genutzt werden dürfen
  • private Heizgeräte nur dann benutzt werden dürfen, wenn eine betriebliche Genehmigung dafür vorliegt

Schilder im Betrieb

Schilder als Wegweiser

Im Rahmen der Unterweisung sollten Mitarbeiter auch auf die verschiedenen Schilder aufmerksam gemacht werden, die in Notfallsituationen als Wegweiser dienen. Im Einzelnen ist auf folgende Schilder und Zeichen hinzuweisen:

  • Pläne über Fluchtwege und Rettungswege: Regeln für das Verhalten bei Unfällen und im Brandfall müssen nach ASR A 2.3 neben Grundrissen, Standorten, Fluchtwegen, Lage von Feuerlöscheinrichtungen und Sammelstellen ebenfalls auf den Plänen vermerkt werden.
  • Rettungswegschilder
  • Brandschutzzeichen
  • Brandschutztüren (nur geschlossene Brandschutztüren sind in der Lage, die Ausbreitung von Bränden zu verhindern)

Im Idealfall wird während der Unterweisung eine Begehung des Betriebs durchgeführt. So kann jedem Mitarbeiter gezeigt werden, wie der Fluchtweg verläuft und wo Geräte und Mittel für die Brandbekämpfung aufbewahrt werden. Bei der Begehung kann auch direkt vorgeführt werden, wie beispielsweise Fluchttüren entriegelt werden müssen und was es sonst noch zu beachten gibt.

Ablauf der Brandmeldung

Kommt es zu einem Brand, herrscht in der Regel viel Aufregung. Dennoch ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und bei der Brandmeldung alle wichtigen Informationen weiterzugeben. Die Brandmeldung muss immer unter der Notrufnummer 112 der Feuerwehr erfolgen.

Bei der korrekten Meldung kann das 5-W-Schema als Gedankenstütze dienen:

  • Wer: Wer meldet den Brand?
  • Was: Was ist geschehen?
  • Wie viele: Wie viele Menschen sind betroffen und/oder verletzt?
  • Wo: Wo ist der Unfall/Brand passiert?
  • Warten: Bitte auf potenzielle Rückfragen warten.

Verhalten im Brandfall

Verhalten bei Bränden in geschlossenen RäumenBesprechen Sie interne Abläufe und Verhaltensregeln im Brandfall

Gehen Sie dabei nach folgendem Ablaufschema vor:

  • Alarm auslösen und Notruf absetzen.
  • Mitarbeiter warnen.
  • Rettung von Menschenleben geht immer vor Brandbekämpfung.
  • Brand nur löschen, falls es möglich ist. Ansonsten den Raum sofort verlassen.
  • Bei Rauch im Raum in der Hocke oder in geduckter Haltung zur Tür gehen.
  • Türen betasten, ob Flächen oder Griffe heiß sind.
  • Keine heißen Türen öffnen! Ist eine Tür nicht heiß, vorsichtig und langsam öffnen.
  • Türen schließen.
  • Flure und Korridore überprüfen.
  • Bei dichtem Rauch auf den Fluren, Tür sofort wieder schließen.
  • Bei dichtem Rauch und Feuer auf dem Flur die Tür abdichten; sofern möglich mit nassen Tüchern. Tür sollte mit Wasser gekühlt werden.
  • Bei Eindringen von Rauch in den Raum an das geöffnete Fenster stellen.
  • Wenn möglich: Nasse Decken oder Kleidung über den Kopf und den Körper ziehen.
  • Aus Obergeschossen nicht einfach aus dem Fenster springen. Laut um Hilfe rufen.
  • Bei schwachem Rauch auf den Fluren, vorsichtig zum Notausgang kriechen.
  • Keine Aufzüge mehr benutzen.

Über Fehlverhalten aufklären

Das Sprichwort „aus Fehlern lernt man“ hat seine Daseinsberechtigung. Typisches Fehlverhalten aufzuzeigen kann demnach dabei helfen, Fehler in Zukunft zu vermeiden. Zu den typischen Fehlern im Brandfall gehört es

  • aus höher gelegenen Etagen aus dem Fenster zu springen,
  • in den Brandbereich zu laufen, um wichtige Dinge zu retten oder
  • sich im brennenden Gebäude zu verkriechen, anstatt ins Freie zu laufen.

Einweisung in die Brandbekämpfung

Richter Umgang mit dem Feuerlöscher

Im Rahmen der Unterweisung müssen alle Mitarbeiter darauf aufmerksam gemacht werden, wo sich beispielsweise Feuerlöscher befinden. Dies macht jedoch auch nur dann Sinn, wenn die Mitarbeiter im Umgang mit den Feuerlöschern vertraut gemacht werden. Hier bedarf es einer Schulung, zumal falsch eingesetzte Löschgeräte eine Brandsituation unter Umständen auch verschlimmern können.

Der Schulungsinhalt richtet sich naturgemäß danach, welche Löschsysteme im Betrieb Verwendung finden.